Al Andaluz                                                                                                                - der Südwesten

Dieser Reisebericht führt uns in die Region von Cabo de Gata ( der Begriff leitet sich von vulkanischem Achat ab ), zur Stadt  Nijar, natürlich Almeria mit der Festung Alcazaba, die Alhambra in Granada und die "Weissen Dörfer" der Sierra Nevada.

Parque Natural de Cabo de Gata -  die südöstliche Spitze des Spanischen Festlandes. In den Salinas ( im Hintergrund ), den Nehrungsseen, wird heute noch Salz gewonnen. Diese semi arride Region ist selbst für Spanien einzigartig.

Im Winter leben in Cabo de Gata fast nur Alteingesessene, wie die wenigen Fischer; der Ort ist bis zum Frühjahr fast leer. Das ändert sich schnell, wenn die Temperaturen steigen und die Sommergäste aus der Stadt eindringen. im Bild Berni mit Indalecio

Am Meer kann es ganz schön stürmen, obwohl der Wind landseitig bläst. Eine Ausfahrt wäre sehr rauh und nicht ungefährlich.

Auf dem Weg nach Nijar geht es zuerst an endlosen Plastik-Gewächshäusern ( invernaderos ) vorbei, dort werden die Tomaten und Paprika für den Norden Europas angebaut. Obwohl die Region die trockenste von ganz Spanien ist, gibt es hin und wieder Quellen in den Bergen. Hier die Ruta del Agua hoch nach Huebro.

Das Quellwasser von Huebro ist wunderbar weich und bei Feinschmeckern beliebt; aber natürlich auch zum Waschen geeignet.

Bei Rodalquilar steht eine längst verlassene Goldmine mit einer eigentümlichen Stimmung, wie auf einem fremden Planeten.


Ein Morgen am Strand.

Vom Strand des Cabo de Gata aus sehen wir abends die Lichter von Almeria, dem "Spiegel des Meeres".


Als das andalusische Kalifat im 11. Jahrhundert in Kleinkönigreiche zerfallen war, herrschte Jayrán Al Amiri in Almeria. Er baute Zisternen und beschützte die Stadt mit dem Ausbau der Festung Alcazaba hoch über der Stadt.

Der einstige Garten der riesigen Burganlage wir heute auch für Konzerte und Festivitäten genutzt.

Die Alcazabra ist überall mit kleinen Brunnen und Bachläufen, sowie Cascaden durchzogen: Wasser gibt im Sommer die Kühlung.

Die Rambla de Belén von Almeria durchzieht die Stadt als inneren Park und gibt dieser wunderbar Platz, Luft und Weite.

Klassizismus und Moderne reihen sich in der quirligen Stadt eng und stimmig zusammen. ( Puerta de Purchena )

Die Casa Cuga ist die älteste Tapas - Bar Almerias, zu jedem Getränk wird eine Kleinigkeit zum Essen angeboten.

In der Markthalle präsentieren sich die Hiberico-Schweinekeulen, dem weltberühmten "Jamon" von schwarzen Schweinen.

Den Freunden der Meeresfrüchte läuft im Fischmarkt das Wasser im Munde zusammen; hier wird die Delikatesse roter Thun fein geschnitten. Aber auch andere Fischsorten, Meeresfrüchte und Muscheln, sowie Oktopus werden angeboten.


Die Alhambra in Granada ist das Symbol des maurischen Spaniens schlechthin, denn bis 1492 war sie die Zentrale des islamischen Reiches Al Andaluz. Die Stadt mit ihrem maurischen Märchenpalast liegt 660 bis 780 Meter hoch und war Anfang März noch tief in Nebel gehüllt. In den umliegenden Bergen der Sierra Nevada hat es bei um die Null Grad frisch geschneit.

"Fein wie Spitze sehen die Steinmetzarbeiten an den Laubengängen rund um den Löwenhof aus. Eine vollkommen schwerelos wirkende Architektur, die Übergänge zwischen innen und aussen werden fliessend." (Dumont Reisetagebuch, Maria Anna Hälker)

Nicht Bilder sondern überschwengliche Struktur in den Fassaden und Decken verzieren die fantastischen Räumlichkeiten.

Der Orangengarten mit dem überall fliessenden Wasser aus Brunnen geben eine ganz eigene märchenhafte Stimmung wider.

Und wieder bilden Wasser, Teiche, Brunnen und Fontainen das Gesamtbild des fantastischen Gartens.

Eine ganz eigenartige exotische Stimmung liegt in den Gärten der Alhambra, wie von der Welt weit entrückt.


Während Granada völlig in Nebel getaucht war, sind die "Weissen Dörfer" frei und es scheint schon eine warme Sonne; doch oben hat es geschneit. Der weiter östlich gelegene Mulhacén ist mit 3482m Spaniens höchster Festlandsberg.

In diesen Dörfern haben sich bis 1609 die letzten Mauren zurückgezogen. Der Schornstein mit Hut ist deren Markenzeichen.

An den Südhängen der Sierra Nevada schwirren die Bienen um die blühenden Mandelbäume.

Nahe Almeria, in La Canada de San Urbano, lebt der berühmte Gitarrenbauer Juan Miguel Gonzalez. Hier mit Kunden beim Einspielen einer neuen Gitarre - ist der sound auch gut ?


Tossende Brandung umspült die spitzen Nadeln der Felsen um den Faro de Cabo de Gata.

Nur wenige einflussreiche Menschen haben sich hier ihre Feriendomizile im Naturschutzpark erstellen können.

Vom Leuchtturm geht die Strasse zur Bucht von Almeria und Gabo de Gata.

In diesen Holzhäusern lebten die Arbeiter der Salinas.

Sogar eine Kirche gibt es für die Arbeiter der Salinas.

Am Strand wurde die weibliche Bugfigur eines Segelschiffes angesplühlt; jetzt wallfahren jährlich Gläubige nach "Virgen del Mar".

Vor dem Gitarrenkonzert mit Berni an der Promenade von Cabo de Gata am Abend.